Modellpflege beim Mazda 3
Das biedere Image ist längst abgelegt
Lange Zeit galt der Mazda 3 mit seinem Stufenheck als ein wenig bieder, verband man mit dem Modell doch eher betagte Autofahrer hinter dem Lenkrad denn hippe Sportler. Ich kann mich noch an meine Abiturzeit erinnern, als mein Vater stolz unser neuestes Auto präsentierte: den Mazda 323 (Vorgänger des Mazda 3). Die Begeisterung hielt sich zunächst in Grenzen. Doch schnell war klar, dass bieder auf den ersten Blick nicht schlecht sein muss.
Während in der Nachbarschaft die Audis, Golfs und Fiats regelmäßig in den Werkstätten zu Besuch waren, hatte unser 323 in seinen 14 Jahren bis zum Verkauf selbige lediglich zur Inspektion gesehen. Zudem war der Benzinverbrauch sensationell günstig.
So viel zur Geschichte. Das Biedere hat der japanische Hersteller mit der neuen Generation des Mazda 3 längst ab- und für das Jahr 2022 mit der Modellpflege noch einmal nachgelegt in punkto Technik sowie Optik. Dazu zählen unter anderem eine neue Lichtsignatur der Rückleuchten, aufgepeppte LED-Blinkleuchten-Signale sowie neuen Farben. Außerdem warten auf potenzielle Käufer diverse neue Sondermodellen.
Aus dem Stufenheck von einst ist der Mazda 3 Fastback geworden und kein Vergleich mit damals. Auch wenn auf den ersten Blick meinen könnte, wie es der Hersteller selbst auch betont, dass das Modell einer klassischen Limousinenform treu geblieben sei, so wirkt es seitlich betrachtet doch eher einer Coupéform, die elegant und schnittig daherkommt.
Das setzt sich im Innenbereich fort, wo auf allzu viel Schnickschnack verzichtet und stattdessen auf klare, symmetrische Konturen gesetzt wird. Die Mazda-Philosophie strebt dabei nach einer intuitiven und nicht gekünstelten Harmonie zwischen Fahrer und Fahrzeug. Umfangreiche Forschungen darüber, wie sich Menschen auf natürlich Weise bewegen und was sie beim Autofahren belastet, sind in die Entwicklung des Mazda3 geflossen – mit dem Ziel, die Belastungen für Körper und Geist zu minimieren. Einzig der lediglich 8,8-Zoll-Monitor auf dem Armaturenträger hat bei der Größe noch Luft nach oben.
Die ergonomischen Sitze sorgen dabei genauso für ein gutes Fahrgefühl wie der schwingungsdämpfende Fahrwerksaufbau. Allerdings kostet die Fastback-Version in der kleinsten Grundausstattung (dann aber mit einer deutlich größeren Motorisierung) auch 3000 Euro mehr als der Standard-3er.