Platz für eine große Familie
Mit dem CX-80 hat der japanische Hersteller einen Crossover in der Modellpalette, der im Markt in vielen Bereichen ein Alleinstellungsmerkmal besitzt.
Mazda hat sich getraut – ein Familienauto für bis zu sieben Personen und dazu als Hybrid: Der neue CX-80 bietet viel Platz, in der entsprechenden Ausstattung eine Menge Komfort und ist damit das neue Flaggschiff der Marke.
Drei Sitzreihen
So ist auch beim Kofferraumvolumen eine Menge geboten, das trotz dritter Sitzreihe noch Platz für ein paar Taschen bzw. knapp 260 Liter Volumen bietet. Dabei ist der Japaner noch nicht einmal fünf Meter lang (1,71 Meter hoch inklusive Dachreling und 2,13 Meter breit inklusive Spiegel). Wer noch etwas mehr Komfort möchte, kann für 850 Euro aus der Zusatzausstattung in der zweiten Sitzreihe zwei Einzelsitze mit Sitzheizung und Belüftung wählen. Das großzügige Raumgefühl wird unterstützt von spezifischen Designmerkmalen wie der breiten Instrumententafel und dem optionalen Panorama-Glasdach.
2,5 Tonnen Zugkraft
Vom Fahrersitz aus bietet der Crossover eine klare und ungehinderte Sicht nach außen. Ein 360° Monitor mit See-Through View Funktion macht Bereiche vor dem Fahrzeug sichtbar, die von der Karosserie verdeckt sind, während die neue Trailer Hitch View Funktion das Ankuppeln eines Anhängers per Darstellung auf dem zentralen 12,3-Zoll-Infotainment-Touchscreen erleichtert. Dabei bietet das Modell aber eine Zugkraft von 2,5 Tonnen, was auch für Pferdefreund reizvoll sein dürfte.
15-Watt-Smartphone-Ladegerät
In allen drei Sitzreihen ist der Mazda CX-80 mit USB-C-Anschlüssen ausgestattet11. In der vorderen Mittelkonsole befinden sich ein induktives 15-Watt-Smartphone-Ladegerät für kabelloses Laden und – am hinteren Ende der Mittelkonsole – eine 230 Volt-Steckdose bis 150 Watt, über die beispielsweise die Batterie eines Elektrofahrrads aufgeladen werden kann. Im Laderaum gibt es zudem eine 12-V-DC-Steckdose. Für das e-Skyactiv PHEV Modell ist zudem eine 1.500 Watt 230-Volt-Wechselstromsteckdose im Kofferraum optional verfügbar, über die bei stehendem Fahrzeug auch Elektrogeräte betrieben werden können, die viel Strom verbrauchen.
Mit an Bord ist das sogenannte „Driver Personalization System“, das mittels Kamera erkennt, wer auf dem Fahrersitz Platz genommen hat. Es passt Sitzposition, Lenkrad, Spiegel, Head-up Display und sogar die Sound- und Klimaeinstellungen automatisch an den Körperbau oder die persönlich gespeicherte Konfiguration an. Zusätzlich zu vier Kameras an Front, Seiten und Heck macht der digitale 360-Grad-Monitor von Mazda das Navigieren auf Straßen und in engen Räumen weniger stressig. Bei der Größe eines CX-80 macht dies auch Sinn.
327 PS Systemleistung
Dank der Systemleistung kommt der CX-80 auf 327 PS – das sorgt für ordentlich Schub. Allerdings nur, wenn die Batterie geladen ist. Ohne Elektromotor sind es zwar immer noch 191 PS, aber bei mehr als 2,2 Tonnen Leergewicht fehlt es gerade im mittleren Beschleunigungsbereich trotz Acht-Gang-Stufenautomatik an Schub.
„Crafted in Japan“
Mit dem CX-80 will Mazda laut eigenen Angaben ein eindrucksvolles Beispiel für die „Crafted in Japan“-Philosophie bieten. Man verbinde progressives, in japanischer Ästhetik verankertes Design unter dem Motto „Anmutige Robustheit“ mit hervorragender Flexibilität, hohem Komfort und Ausstattungsmerkmalen, wie sie für Premium-Modelle in diesem Segment üblich seien.
Das Design soll Ruhe und Reichhaltigkeit ausdrücken, ohne dabei die markentypische Eleganz aufs Spiel zu setzen. Dabei wirken Kühlergrill und Scheinwerfern sehr markant.
Doch ein wenig Mühe macht mitunter die Lüftung. Bei den entsprechenden Außentemperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit beschlagen die Scheiben – bis zur freien Sicht kann sich anschließend schon mal ein paar Minuten dauern. Und auch die Frontkamera hatte im Test hin und wieder Aussetzer, so dass die Assistenzsysteme pausierten. Das alles ist nicht tragisch, sorgt aber für Stirnrunzeln.
Verbrauch ist etwas hoch
Beim Verbrauch ist deutlich Luft nach oben. Die 17,8 Kw-Batterie kommt gerade im Herbst du Winter bei eingeschalteter Sitz- und Lenkradheizung sowie Radio schnell an ihre Grenzen. Die angegebenen etwa 24 kWh für 100 Kilometer sind allenfalls Wunschtraum – bei uns stehen letztlich weit mehr als 30. Und der Verbrauch im reinen Benzinbetrieb lag im Testlauf bei 8,6 Litern.
Preis spricht für Mazda
Am Ende spricht für den CX-80 aber eindeutig der Preis. Gut 56.000 Euro als Einstieg sind zwar eine Ansage, doch im Vergleich zu deuten Herstellern ist dies immer noch einige Zehntausend Euro günstiger – und das bei einem ansprechenden Design, wenig Hartplastik und einem schicken Innenraumkonzept. Inklusive Metalliclackierung kostet Mazda CX-80 e-SkyactivPHEV AWD Takumi Plus am Ende 68.850 Euro.

Jede Menge Platz auch für die große Familie bietet der CX-80. Foto: Leyk

Sehr übersichtlich und durchaus hochwertig sieht es im Innenraum der neuesten Generation aus. Foto: Mazda

Das Platzangebot ist ausgesprochen großzügig im CX-80. Foto: Mazda