Förster-Grüße aus dem Wald
Allrad-Pionier Subaru präsentiert mit dem neuen Forester einen SUV, der seinen Namen auch tatsächlich verdient und Outdoor-Erlebnisse garantiert - selbst der Preis ist mehr als fair.
Die 2,67 Meter Radstand sprechen für sich und garantieren vorne wie hinten reichlich Platz. Ohnehin ist der Subaru Forester ein echtes Raumwunder. Denn auch im Kofferraum kann man einige Taschen, Koffer und andere Utensilien unterbringen. Das freut Förster und Ranger im Wald genauso wie ambitionierte Angler oder mittelgroße Familien.
Weniger üppig geht es beim Motor zu. Angetrieben wird das Subaru-Modell von einem 100 kW/136 PS starken 2,0-Liter-Boxerbenziner, der bei höheren Geschwindigkeit schon mal etwas lauter werden kann. Da ist noch Luft nach oben. Denn 182 Nm Drehmoment machen den 4x4 nicht gerade einem brüllenden Löwen.
Motor mit wenig Power
Da nützt auch die Unterstützung durch einen kleinen 12 kW/17 PS starken Elektromotor. nichts. Immerhin verbessert das e-Boxer genannte Mildhybrid-System die Kraftstoffeffizienz und reicht für einen etwa zwei Kilometer langen rein elektrischen Antrieb. So benötigt der Forester laut Hersteller kombiniert 8,1 Liter/100 km. Im Test war es sogar noch etwas weniger. Am Ende setzt sich aber die Erkenntnis durch, dass im Alltag nicht mehr Kraft benötigt wird. Wer muss schon in weniger als sechs Sekunden auf 100 km/h beschleunigen oder mit 230 km/h über die Autobahn sprinten?
Üppige Serienausstattung
Das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis (der Grundpreis von gut 40.000 Euro unterstreicht dies) spiegelt sich in der umfangreichen Serienausstattung wider. Bereits die Einstiegsversion „Trend“ wartet mit vielen Annehmlichkeiten auf. Zum Serienumfang gehören unter anderem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, elektrisch einstell-, anklapp- und beheizbare Außenspiegel, Lederlenkrad und -schaltknauf, eine Rückfahrkamera, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und beheizbare Vordersitze.
Novum bei Sicherheitspaket
Darüber hinaus setzt Subaru auf ein umfangreiches Sicherheitspaket. Si wird zum Beispiel der Beifahrerairbag automatisch deaktiviert, sollte ein rückwärtsgerichteter Kindersitz auf dem Beifahrersitz befestigt sein. Damit wird eine große Gefahrenquelle eliminiert: Löst der Airbag aus, könnte er ansonsten mit dem Kindersitz kollidieren und so schwerste Verletzungen bei Kleinkindern verursachen.
Es piept regelmäßig
Auch ein Audiosystem mit 11,6-Zoll-Touchscreen, Digitalradio DAB+ sowie kabelloser Smartphone-Einbindung via Apple CarPlay und Android Auto ist an Bord, eine Qi-Ladeschale lädt das Smartphone kabellos.
Für Sicherheit soll das erweiterte Eyesight-System sorgen. Doch das permanente Piepen wegen (auch bereits kurzer) Unaufmerksamkeit, angeblicher Müdigkeit, Toter-Winkel-Alarm oder beim Loslassen des Lenkrads können auch nerven.
Viel Spaß im Gelände
Dank des permanenten Allradantriebs und der 220 Millimeter Bodenfreiheit sowie des markanten Designs bietet der Forester in der sechsten Generation echte Offroad-Kapazitäten und muss weder Stock noch Stein fürchten. Die neueste Ausgabe des Asiaten ist mehr Geländewagen denn ein „Sport- und Nutzfahrzeug, wie bekanntlich die Übersetzung für ein „Sport- und Nutzfahrzeug“ steht. Dabei machen die zuschaltbaren Neigungswinkelanzeigen sowie die Seiten- und Frontkameras das Ganze noch ein wenig komfortabler.
Ob kurze Anstiege, Schotter in der Kiesgrube oder einfach nur ein rutschiger Forstweg - Subarus SUV zeigt, was es kann. Da lassen Wald und Gelände grüßen. Gegrüßt wird auch mal gerne vom Straßenrand, wenn der Forester in der Stadt über den Asphalt gleitet: Das Design des 4,67 Meter langen und 1,8 Tonnen schweren Boliden ist geschärft und markant - das Klobige-Kantige gehört nun endgültig der Vergangenheit an.
Erfreulich: Die Verarbeitung hat bei den Japanern einen Sprung nach oben gemacht. Das vormals weit verbreitete Hartplastik gehört mehr denn je der Vergangenheit an.
Klare Menüführung
Spaß machen aber auch noch andere Dinge, selbst wenn das Apple-Car-Play-System ein wenig braucht, um sich mit dem Smartphone zu verbinden. Dafür ist die Funktionsweise der einzelnen Apps und damit die Menüführung über den Bildschirm recht einfach. Es bedarf keiner großartigen Bedienungsanleitung, sondern ist nahezu selbsterklärend.
Vollgarantie bis 160.000 km
Die japanische Allradmarke rangiert übrigens an der Spitze des aktuellen Zuverlässigkeitsrankings der US-Verbraucherorganisation „Consumer Reports“. Subaru-Modelle bereiten Autofahrern demnach sehr wenig Kummer und Sorgen. Und der Forester darf sich darüber hinaus „Allrad-Auto des Jahres 2025“ für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in Deutschland nennen. Die Fünf-Jahres-Vollgarantie bis 160.000 Kilometer spricht ebenfalls für eine attraktive Offerte.
Noch einnige Fakten:
Außenmaße (L/B/H) 4670/1830/ 1730 mm, Gewicht 1639 bis 1739 kg, Kofferraumvolumen 508 bis 1179 Liter (bei umgeklappter Rückbank), Beschleunigung (0-100 km/h) 12,2 s, Höchstgeschwindigkeit 188 km/h. lira

Im Gelände macht der Forester eine Top-Figur. Foto: Leyk

Sehr übersichtlich und durchaus hochwertig sieht es im Innenraum der neuesten Generation aus. Foto: Subaru

Auch vor Wasser ist dem Forester nicht bange. Foto: Subaru